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Akkordlohn

Beim Akkordlohn wird zwischen Geldakkord (auch Stückakkord genannt) und Zeitakkord unterschieden, je nachdem, ob für jedes vom Arbeitnehmer fertig gestellte Stück ein bestimmter Geldbetrag (Akkordsatz oder Stücksatz) als Lohn vorgesehen ist (Geldakkord) oder ob mit Hilfe von Zeitmessungen die von einem normalen Arbeitnehmer für die betreffende Arbeitsleistung normalerweise benötigte Zeit "vorgegeben" und für jede Minute der vorgegebenen Zeit ein bestimmter Geldbetrag gezahlt wird, unabhängig von der tatsächlich für die Arbeit benötigten Zeit (Zeitakkord); hier ergibt sich der tatsächliche Verdienst des Arbeitnehmers aus einer Multiplikation der als normal festgesetzten Minutenzahl (Zeitfaktor, Vorgabezeit) mit dem für die Minute festgesetzten Geldbetrag (Geldfaktor) und der fertig gestellten Stückzahl oder der erreichten Leistungseinheit. Der Geldfaktor ergibt sich in der Regel durch Teilung des Akkordrichtsatzes (der um durchweg 10 bis 20 Prozent erhöhte jeweilige tarifliche Stundenlohn) durch 60 Minuten.
Die Festsetzung der Akkordsätze kann im Tarifvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder im Einzelvertrag vereinbart werden. Eine einseitige Festsetzung durch den Arbeitgeber ist gegen den Willen der Arbeitnehmer nicht zulässig. Es genügt aber für den Zeitfaktor eine Einigung über eine hinreichend exakte Methode oder Festsetzung, etwa nach REFA-Grundsätzen. Dann bedarf es nur noch der Einigung über den Geldfaktor. Ist dem Arbeitgeber die Festsetzung der Akkordsätze überlassen, muss er sie nach billigem Ermessen festsetzen, andernfalls erfolgt die Festsetzung durch das Gericht ( § 315 BGB ).
Gruppenakkord liegt vor, wenn mehreren Arbeitnehmern eine gemeinschaftlich auszuführende Arbeit gegen gemeinschaftliches Entgelt übertragen wird, dessen Höhe sich nach dem erzielten Arbeitsentgelt richtet.

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Letzte Aktualisierung am: 10.05.2002