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Abfindung (Personal)
Als Abfindungen sind Entschädigungen zu verstehen, die der Arbeitnehmer als Ausgleich für die mit der Auflösung des Dienstverhältnisses verbundenen Nachteile, insbesondere für den Arbeitsplatzverlust erhält. Die Zahlung muss in ursächlichem Zusammenhang mit der Auflösung stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Abfindungen an Arbeitnehmer steuerfrei:
. Es muss ein Dienstverhältnis bestanden haben
. Das Dienstverhältnis muss aufgelöst worden sein
. Die Auflösung muss gerichtlich ausgesprochen werden oder vom Arbeitsgeber veranlasst worden sein
. Es muss sich begrifflich um eine Abfindung handeln

Nach dem Steuerentlastungsgesetz (StEntlG) 1999/2000/2002 betragen die Werte für steuerfreie Abfindungen nach § 3 Nr. 9 EStG:

EUR
Grundsätzlich frei 16.000
Bei vollendetem 50. Lebensjahr und mindestens 15 Dienstjahren im Zeitpunkt der Auflösung des Dienstverhältnisses 20.000
Bei vollendetem 55. Lebensjahr und mindestens 20 Dienstjahren im Zeitpunkt der Auflösung des Dienstverhältnisses 24.000

In § 52 Abs. 5 EStG wurde hierzu festgelegt, dass die bisherige Fassung des § 3 Nr. 9 EStG, die höhere Freibeträge enthielt, bei allen Abfindungen weiter gilt, die noch im Jahr 1998 vertraglich vereinbart wurden und soweit die Abfindung vor dem 01. April 1999 ausbezahlt worden ist.

In zahlreichen Fällen, etwa bei Führungskräften, ist die gezahlte Abfindung höher als die steuerfreien Höchstbeträge. Dies wird künftig noch mehr als bisher der Fall sein, da die Freibeträge merklich reduziert wurden.

Für diese übersteigenden Beträge war bislang eine Tarifermäßigung gem. § 34 Abs. 1 EStG möglich. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen kam der halbe Steuersatz zum Zuge (§ 34 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 24 Nr. 1 a EStG).

Diese Möglichkeit ist mit dem StEntlG 1999/2000/2002 entfallen. Es gilt nunmehr auf Antrag des Steuerpflichtigen ein besonderes Besteuerungsverfahren. Die Wirkung dieses Verfahrens besteht darin, dass sich (5 Jahre lang) pro Jahr nur ein Fünftel der Abfindung steuersatzerhöhend auswirkt. Die Regelung ist bereits für den Veranlagungszeitraum 1999 anzuwenden.

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Letzte Aktualisierung am: 09.05.2002